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Netzwerk Heuschrecken Hessen

Hintergrund

-->Aktuelles zur Ausbreitung des Weinhähnchens in Hessen<--

Roeseliana roeselii Chorthippus dorsatus Oedipoda caerulescens



-->Aktuelles zur Ausbreitung des Weinhähnchens in Hessen<--
Heuschrecken sind als „Wiesenmusikanten“ ähnlich positiv besetzt wie Schmetterlinge oder Bienen.
Gleichzeitig sind sie sehr wichtige Bioindikatoren - durch ihre relativ große Artenzahl,
gut bekannte ökologische Ansprüche und das Vorkommen in allen Lebensräumen, vor allem aber die relativ
geringe Mobilität vieler Arten, sind sie zur Beurteilung der Veränderungen unserer Umwelt besonders gut geeignet.
Das Netzwerk Heuschrecken, bestehend aus der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) und
dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) möchte nun die Gruppe der Heuschrecken in unserem
Bundesland genauer erfassen und die Ergebnisse entsprechend veröffentlichen. Dies ist besonders wichtig, weil aus Hessen
mit der Kartierung von Ingrisch in den 1970er Jahren die bundesweit älteste, flächendeckende Erfassung vorliegt.
Damit ist nun ein einmaliger Vergleich über etwa 40 Jahre möglich!

Neben der Herausgabe eines Verbreitungsatlas der hessischen Fang- und Heuschrecken ist auch die
Überarbeitung der Roten Liste der Heuschrecken Hessens geplant.
Das wird viele Fragen beantworten können: So sollten die besonders wärmeliebenden Heuschreckenarten vom Klimawandel
profitieren und sich ausbreiten, wie dies auch viele Libellen- und einige Vogelarten tun. Doch können sie das auch,
wo Autobahnen oder überdüngtes Grünland gravierende Barrieren darstellen? Andererseits sind Heuschrecken wie viele
weitere Insekten massiv von den Auswirkungen der modernen Intensivlandwirtschaft betroffen. Insbesondere bei Arten
magerer und extensiv genutzter Lebensräume zeichnen sich deutliche Bestandsrückgänge ab.

Besonders wichtig ist uns daher: Die umfangreichen Schutzmaßnahmen, die das Land Hessen für viele andere Tierarten
durchführt, gibt es für die Heuschrecken nicht, da sie aufgrund ihrer oft weiten Verbreitung in Südeuropa nicht zu
den besonders zu schützenden Arten der FFH-Richtlinie der EU zählen. Dennoch haben wir für einige Arten in Hessen
sogar eine bundesweite Schutz-Verantwortung, so dass für die besonders bemerkenswerten Vorkommen, die wir bei der
Kartierung erfassen, auch Schutzmaßnahmenfolgen sollen.

Mehr zu Heuschrecken in Deutschland: www.dgfo-articulata.de/heuschrecken/arbeitskreise/hessen/